Was ist Shiatsu?Shiatsu ist eine Behandlungsmethode, die sich im vergangenen Jahrhundert im japanischen Kulturkreis aus dem traditionellen Anma entwickelt hat und wörtlich als "Fingerdruck" übersetzt wird. Die Bezeichnung Shiatsu wurde 1919 von Tenkei Tamai erstmals öffentlich verwendet, der als Erfinder der Shiatsu-Therapie gilt. Sein Schüler Tokujiro Namikoshi bewirkte 1964 die staatliche Anerkennung von Shiatsu als eigenständige Therapieform in Japan. - Zu seinen prominenten Patienten gehörten Marylin Monroe und Mohammed Ali. Kurioser Weise wurde dessen Gegner George Foreman auch vor dem Kampf von Namikoshis ältestem Sohn behandelt. -
"An" bedeutet "die Hand ruhig halten, anlehnen". "Ma" bedeutet "die Hand schnell bewegen, um zu entfernen". Masunaga stützt sein Shiatsu auf grundsätzliche Prinzipien des Anma wie das Auffüllen von Leere und das Verteilen von Fülle. Sein Shiatsu ist eine energetische Ganzkörper-Behandlung an den Meridianen (Energiebahnen) des Körpers. Stellen mit wenig Energie werden angeregt und gekräftig. An blockierten Stellen wird die gebundene Energie befreit und bewegt mit dem Ziel, den Fluss der Lebensenergie (japanisch: Ki) auszugleichen und das körperliche und seelische Befinden balancierend zu beeinflussen. Nach intensiver Forschung erweitert Masunaga das traditionelle Meridiansystem. Er verbindet westliche Medizin und Psychologie mit der fernöstlichen Gesundheitlehre und ihren philosophischen Wurzeln im Taoismus und Zen. Ein aufmerksamer, einfühlsamer Kontakt und die innere Haltung der BehandlerIn ist in Masunagas Form des Shiatsu sehr bedeutsam. Shiatsu kann eine neue Erfahrung von Ruhe und Erholung, Entspannung und Linderung bringen. In Zeiten zunehmender Geschwindigkeit, Hektik und Komplexität im Leben verschafft Shiatsu einen spürbaren Freiraum für persönliche Entfaltung, Veränderungen und Selbstverantwortung. Shiatsu kann den Umgang mit Stress und Schmerzen verändern, Heilung begleiten und nicht nur die innere, sondern auch die äußere (Körper-)Haltung positiv beeinflussen. |